Wer wir sind

Die Liste der Wettbewerbe im Bereich klassischer Musik ist endlos. Deren Ziel ist stets dasselbe: den jeweils Besten zum Sieger zu küren. Sozusagen objektiv. Aber jede Beurteilung einer künstlerischen Leistung fusst letztlich auf rein subjektiven Urteilen. Genau hier setzt die Orpheum Stiftung zur Förderung junger Solisten an: Sie veranstaltet keine Wettbewerbe. Vielmehr ist ein künstlerisches Kuratorium – gut ein Dutzend der Interpreten-Persönlichkeiten - dafür besorgt, herausragende junge Talente aufzuspüren, die von der Orpheum Förderidee am meisten profitieren können. Diese besteht im Wesentlichen darin, künstlerische Begegnungen auf höchstem Niveau zu ermöglichen. Herausragende Jungtalente erhalten durch die Zusammenarbeit mit erfahrenen Dirigenten und renommierten Orchestern musikalisch entscheidende, un-schätzbare Impulse. Durch solche repräsentativen Auftritte erfährt ihre Karriere und die damit verbundene Netzwerkarbeit einen wichtigen, oft eintscheidenden Schub.

Das künstlerische Kuratorium trifft sich nie zu Sitzungen oder gar zu einer kollektiven Urteilsfindung zusammen. Im Gegenteil: jedes Mitglied urteilt für sich allein, im subjektiven Horizont seiner eigenen künstlerischen Tätigkeit. Ein Kuratoriumsmitglied schlägt der Orpheum Stiftung ein förderungswürdiges Nachwuchstalent vor, das er in der Regel mehrfach gehört hat, sei es bei einem persönlichen Vorspiel oder im Konzert. Gerade die Dirigenten unter den Kuratoriumsmitgliedern schlagen regelmässig junge Solisten vor, mit denen sie bei gemeinsamen Auftritten bereits auf ermutigende Weise zusammengearbeitet haben. Zuweilen kommt es gar vor, dass zwei Mitglieder des künstlerischen Kuratoriums dasselbe Nachwuchstalent in Vorschlag bringen. Parallel dazu können auch Künstleragenturen im Sinne einer Bewerbung einen jungen Musiker bei Orpheum vorschlagen. Oder diese melden sich gleich selber. Die Entscheidung, welche jungen Künstlerinnen und Künstler definitiv in das Orpheum Förderprogramm aufgenommen werden, trifft der künstlerische Leiter Howard Griffiths.

Die jungen Instrumentalisten erhalten von ihrem Auftritt nicht nur eine hochwertige Audioaufnahme, die ihnen beim weiteren Karriereaufbau als Referenz dient, sondern auch ein Videoportrait mit Interview- und Konzertausschnitten, welches sich gerade zur Nutzung in sozialen Netzwerken zunehmend als unverzichtbar herausstellt. Die Orpheum Stiftung lädt zudem hochkarätige Vertreterinnen und Vertreter von Orchestern, Veranstaltern, Agenturen und der Presse, aber auch aus der Politik und Wirtschaft zu den Konzerten ein, um dadurch die Auftritte zur nachhaltigen Beziehungspflege nutzbar zu machen.

Die Wahl des Werkes ist für den erfolgreichen Auftritt der jungen Solistinnen und Solisten von entscheidender Bedeutung. Deshalb reden sie bei der Wahl ihres Vorzeigestücks mit. Hier und bei allen weiteren Fragen um den Auftritt und dessen Nachhaltigkeit steht die Orpheum Stiftung beratend zur Seite. Denn für den Aufbau einer Karriere braucht es – neben einem Ausnahmetalent und künstlerischen Höchstleistungen – viel Geduld, Konsequenz, Erfahrung und Knowhow. Hier einen erfolgreichen Beitrag zu leisten hat sich die Orpheum Stiftung zur Förderung junger Solisten zum Ziel gesetzt – und das nun seit 25 Jahren.

Mit Neugier und Elan werden die Förderelemente stetig den sich ändernden Bedürfnissen angepasst und mit neuen Projekten ergänzt. Mit «Labor Bar Classic» lanciert die Orpheum Stiftung ein neues, urbanes Konzertformat, und das gemeinsam mit der Krebsliga Zürich und dem TV-Moderator Kurt Aeschbacher. Sony Classical produziert eine neue Orpheum CD-Reihe, und gemeinsam mit musizierenden Persönlichkeiten aus Politik, Kultur, Wirtschaft und Wissenschaft wird das «Orpheum Supporters Orchestra» aus der Taufe gehoben – alles im Dienste an der nächsten Solistengeneration.

Ausführliche Informationen über das Orpheum Sondermodell bietet die Kulturzeitschrift DU in ihrer Sommerausgabe. Diese reichhaltige Dokumentation liegt auch als DU Sonderedition vor.

Cover DU Sonderedition

Ehemalige Orpheum Solisten – eine Auswahl

Ein komplettes Verzeichnis aller Solistinnen und Solisten sowie Details zum Auftritt (Datum, Repertoire, Orchester, Dirigent) finden Sie unter Solisten.

Violine

Nicola Benedetti
Renaud Capuçon
Veronika Eberle
Vilde Frang
Baiba Skride
Valeriy Sokolov
Alexandra Soumm
Iskandar Widjaja
Nikolaj Znaider

Cello

Nicolas Altstaedt
Gautier Capuçon
Maximilian Hornung
Truls Mørk
Christian Poltéra
Alisa Weilerstein

Klavier

Nareh Arghamanyan
Rafal Blechacz
Kirill Gerstein
Claire Huangci
Lukas Geniušas
Polina Leschenko
Sergey Koudriakov
Alice Sara Ott
Francesco Piemontesi
Oliver Schnyder
Yuja Wang

Weitere Instrumente

Martin Grubinger, Schlagzeug
Reto Bieri, Klarinette
Giuliano Sommerhalder, Trompete

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